Feedback

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27 Gedanken zu „Feedback“

  1. hej! Ich frage mich ob es eine Seite gibt wo ich Reiseberichte als Person mit pass mit X als gender marker posten kann. Wenn es das nicht gibt würde es sich Anbietern hier noch eine Kategorie „Reiseberichte“ zu schaffen, separat von Erfahrungsberichten zu Standesamtlichem.

    1. Hi Mio, danke für deine Anregung.
      Ob es so eine Seite gibt kann ich dir leider nicht beantworten.
      Eine weitere Kategorie kann/will ich hier nicht eröffnen, weil ich zeitlich einfach an meine Grenzen stoße. Jede Person ist jedoch eingeladen alle möglichen Erfahrungsberichte hier in den Kommentaren zu posten. Unabhängig von Standesamt, Reisen, Polizei- bzw. Grenzkontrollen, Konzertbesuchen, Online-Bestellungen bzw. beim Ausfüllen von Formularen, etc..

  2. Hallo!

    Ich möchte auch mal von meiner bisherigen Erfahrung berichten und eine Problematik melden, die sich bei meinem Standesamt aufgetan hat, denn dieses will meinem Vorhaben leider Steine in den Weg legen. Von meinem Endo habe ich das Attest bekommen, in welchem ganz simpel steht ‚bei obig genannter Person liegt eine Variante der Geschlechtsentwicklung vor‘. Das habe ich meinem Standesamt so mit einer Erklärung via Mail geschickt. Nun hab ich allerdings eine Ablehnung bekommen, mit der Begründung, der ärztliche Befund sei nicht detailliert genug, denn da müsse klar hervorgehen, ob in meinem Falle eine dauerhafte Variante der Geschlechtsentwicklung vorliegt (d.h. keine eindeutige Zuordnung zum männlichen oder weiblichen Geschlecht möglich ist), um ausschließen zu können, dass nicht die Regelungen des Transsexuellengesetzes greifen. Aber, ist das denn Rechtens? Dürfen Sie das so anfragen? Eigentlich müsste doch die Aussage ‚es liegt eine Variante der Geschlechtsentwicklung vor‘ ausreichen, oder irre ich mich? Wie soll ich nun am besten weiter vorgehen? Falls jemand einen Rat hat wäre ich sehr sehr dankbar, denn ich fühle mich grade wirklich hilflos und habe Angst, es zu vermasseln. :/

    Liebe Grüße!

  3. Problem und Lösung zur 4. Möglichkeit des Geschlechtseintrags, also der Streichung, bei Bürgerinnenämtern in Bezug auf das Computersystem:

    Ich habe nach §45b meinen Geschlechtseintrag streichen lassen. Zur Beantragung meines neuen Personalausweises war ich beim Bürgerinnenamt Pankow und das Problem trat auf, dass zwar sowohl „divers“ als auch „weiblich“ als auch „männlich“ eingetragen werden konnte, aber nicht „ohne Angabe“. Nach Telefonieren mit der Chefin und der IT-Abteilung wurde dort herausgefunden, dass über die Funktion „Korrektur“ in diesem Computerprogramm, welches wohl in allen Bürgerinnenämtern verwendet wird, das Erzeugen eines neuen, freien Feldes möglich war.

    Not trans-related: Seit 2018 ist neuerdings das beliebige Ändern der Vornamenreihenfolge für alle Menschen immer offen. Seitdem wird IMMER der erste Name von Behörden und vor allem der Bank als Rufname gehandelt, mit der Argumentation, da sich das ja nun so einfach ändern lasse, können die Leute ja ihre Rufnamen nach vorne stellen und fertig. Zu meinem Pech wurde mir das bei meiner Namensänderung noch nicht gesagt, obwohl ich das extra nachgefragt hatte, weil diese Regelung anscheinend noch nicht bei allen Ämtern präsent war. Also musste ich nun erst eine Änderung meiner Vornamensreihenfolge in meiner Geburtsurkunde beantragen und mit dieser dann nochmal einen Perso beantragen, damit Bank und Rechnungsadresse und normaler Name eben alles übereinstimmt. Yay ein großer Behörden-Spaß.

    Zur Beantragung des neuen Personalausweises war ich dann im Bürgerinnenamt Prenzlauerberg, weil dort der früheste verfügbare Termin war (lifehack: morgens und am Anfang der Woche online gucken kann ich an dieser Stelle empfehlen, um früh Termine zu finden) Bei der Beantragung des neuen Persos stand auf diesem Zettel, auf den die Unterschrift und das Passbild kommt, bei Geschlechtseintrag plötzlich „intersexuell“ und im Computer ließ sich auch nur „männlich“ „weiblich“ oder „divers“ eintragen. Auf Nachfrage wurde mir gesagt, dass „divers“ sei die einzige Möglichkeit, dass da nicht „männlich“ oder „weiblich“ in dem Datensatz stünde. Ich habe mich nicht abwimmeln lassen, weil ich ja wusste, dass die 4. Möglichkeit in Pankow auch nur über die „Korrektur“-Methode gegangen war und ihr das als Tip gegeben und den Ablauf beschrieben. Die Person war leider etwas unfreundlich zu mir und meinte, so etwas hätte sie noch nie gehört und ich würde hier zu viel Zeit in Anspruch nehmen etc. obwohl sie davor von sich aus mit mir über die Vornamenreihenfolgenänderung gesprochen hatte und da Nachfragen an mich bezüglich der Gesamtkosten hatte, weil das ja jetzt neu sei und sie sich da informieren wollte, wie das abläuft, um Leuten da Tips geben zu können.
    Sie hat mich dann zu ihrer Chefin geschleppt, die zwar netter war, aber da auch nichts anderes machen konnte. Sie hat aber meine Nummer aufgeschrieben. Heute (ca. eine Woche später) rief mich das Amt an und eine andere Person meinte, sie hätten nun herausgefunden, dass der Eintrag sich über „Korrektur“ ändern lasse (ja ach nee, big surprise;) ), und das im Computersystem etwas sperrig sei und ob ich den Ausweis nochmal zurückrufen und dahingehend ändern lassen wolle, ich meinte ja gerne, danke, machen sie das bitte. Also ES GEHT ABER DIE ÄMTER WISSEN MEISTENS SELBER NICHT, WIE. Immerhin in Pankow und in Prenzlauerberg wissen sie es jetzt. Als ich vor Ort in Prenzlberg meinte, sie könnten ja in Pankow anrufen und nachfragen, wie die Kolleg*innen das dort mit dem Computersystem gelöst hatten, stieß das auch nicht auf Begeisterung, geschweige denn wurde es umgesetzt. Versteh ich nicht, wär doch mal gut, sich da als Ämter auszutauschen und zu informieren, oder nicht? Und zwar nicht nur in Bezug auf Vornamensreihenfolgenänderungen *eyeroll*. Die Person, die mich heute angerufen hat, war aber wiederrum sehr freundlich.

    Also: Nicht abwimmeln lassen, wenn ihr die Energie dafür habt. Diese Informationen hier zu wissen bzw. den Erfahrungsbericht zu kennen, ist bestimmt auch hilfreich, hoffe ich. Und auf die Vorgehensweise von Pankow oder Prenzelberg in Berlin verweisen.

  4. Hallo Julia,
    ich hab erst heute von dieser Seite erfahren.
    Danke für Deine Mühe und Dein Engagement nicht nur für diese Seite.

    Besteht auf der Seite unter Risiken beschriebene Szenario noch immer?
    Nach dem Rechtsgutachten von Mangold, Markwald und Röhner, sollte das doch jetzt vom Tisch sein?
    Liebe Grüße
    Jeannette

    1. Hallo Jeannette,
      also nach §45b PStG gibt es kein Offenbarungsverbot. Dieses „Risiko“ wird also so lange existieren bis der Gesetzgeber hier nachgebessert hat.
      Die anderen Risiken mit Problemen bei OP oder bei der Krankenkasse/Rentenversicherung haben sich nicht bewahrheitet. Es gibt/gab einzelne Kassen oder auch die Rentenversicherung, die ein TSG-Beschluss sehen wollten, aber nach ein wenig Aufklärung und vorgelegter neuer Geburtsurkunde (die aufgrund amtlicher Beglaubigung sehr hohe Beweiskraft hat!), sind die Zweifel meistens verflogen. Für Operationen ist allein die Diagnosestellung wichtig, Personenstandsänderungen sind hierfür irrelevant.
      Siehe auch hier: https://pstg45b.de/meine-krankenkasse-verlangt-von-mir-einen-nachweis-auf-welchem-weg-ich-die-vaepae-tsg-oder-pstg-durchgefuehrt-habe/

  5. Hallo!
    Großes Danke für die umfangreichen Infos.
    Meine Erfahrung:
    Ich habe heute meine Erklärung einreichen wollen, sie wurde nicht angenommen, es wurde der trans*Verdacht geäußert und sie fanden den hier empfohlenen Absatz, der auf den LSVD hinweist, verdächtig, vielleicht ist der doch nicht so geeignet…
    Sie beriefen sich auf das BMI-Rundschreiben und forderten, dass sie nur ein Attest mit deutlichem Zusatz „Variante der Geschlechtsentwicklung gemäß Chicagoer Konsensuskonferenz 2005“ anerkennen würden. Das könne ich einreichen, was ja schließlich kein Problem darstelle, wenn ich wirklich inter* wäre.
    Ich bin erst mal frustriert nach Hause gefahren, muss jetzt überlegen, was ich draus mache.

  6. Hei Julia,
    ich mag mich auch herzlichst bedanken für deine Arbeit und den damit verbundenen Support! Durch die von dir gesammelten Infos konnte ich die Änderung beantragen und sie wurde auch durch geführt. Und ich freue mich so so so enorm!Was für eine Erleichterung.

    Solidarische Grüße

    KaTo

    1. Hallo liebe Julia und andere Personen, die hier auf der Website aktiv sind.

      Vielen Dank für die tolle, informative Website! Ich habe im August letzten Jahres meine Änderung vorgenommen und es lief problemlos.
      Habt ihr vom neuen (SEHR POSITIVEN!!) Rechtsgutachten mitbekommen??
      Ich schreibe den Link bei Website rein.
      Kurz zusammengefasst: Das Rechtsgutachten sagt super viele positive Sachen, als kernaussage stehen Vor allem folgende Sachen:
      1. Auch trans* und nicht-binäre* Menschen dürfen §45b pstg nutzen!
      2. Ärzt*innen sind nicht haftbar!
      3. Die selbstbestimmte Geschlechtsidentität ist immer das ‚oberste Gebot‘ über Körper, Eintrag, usw.

      Es stehen noch viel mehr positive Sachen drin! Ich bin sehr happy.

      Liebe Grüße, Robin

      1. Hallo das Gutachten ist bekannt und wir haben am Mittwoch bei einer FDP-Veranstaltung im Bundestag bereits darüber gesprochen.
        Es war lange in Planung und wurde von vielen Aktivisten seit dem unsäglichen Rundschreiben vom 10.04.19 gefordert. Umso mehr freuen wir uns, dass es nun endlich veröffentlicht wurde.
        Aus Zeitgründen bin ich bisher noch nicht dazu gekommen einen Kommentar auf dieser Webseite dazu zu schreiben. Aber das kommt ganz sicher noch!

        Das Gutachten ist hier zu finden:
        https://www.dgti.org/images/pdf/Mangold_Markwald_Rhner_Gutachten__45b_PStG.pdf

        Es wäre super wenn es breit verteilt wird und auch den „problematischen“ Standesämtern vorgelegt wird.

        LGJM

  7. Schönen Dank für die Seite.
    Ich habe da einen Erfahrungsbericht beizusteuern. Wir haben in unserer SHG das Verfahren propagiert und 3 Personen haben es bei einem Standesamt problemlos durchziehen können, bei einem anderen Standesamt ging ein Fall durch, ein zweiter wurde abgelehnt (selbe Standesbeamtin) Im zweiten Fall wurde der Arzt telefonisch um Auskunft gebeten, die zwei Schweigepflichtsverletzungen liegen beim Amtsgericht.

  8. Hallo,
    weiß hier jemand, wie der aktuelle Stand bei den Hamburger Standesämtern ist? Ich wurde als Kleinkind an den Genitalien operiert, habe dazu aber keine Unterlagen.
    Nun habe ich auf https://www.cornelia-mertens.de/?p=15968 gelesen, dass Hamburger Standesämter die Rechtslage besonders unvorteilhaft für uns auslegen würden… Kann hier jemand etwas genaueres dazu berichten?
    Für genauere Infos wäre ich sehr dankbar, gerade wegen des unsäglichen Rundschreibens vom Innenministerium…

    Liebe Grüße
    Jana

    1. Am besten wendest du dich an Cornelia, sie ist vor Ort sehr gut im Bilde und kann gut unterstützen. Mit der richtigen Argumentation klappt es auch wenn es schwierig werden könnte. Ich möchte an dieser Stelle nochmals betonen, dass man sich über die Folgen absolut im Klaren sein sollte. Krankenkassen und Co. machen gerne Probleme, das sollte einem bewusst sein.

  9. Erstmal Gratulation zur gelungenen Informationsplattform und danke für Euren Einsatz zum Wohl aller Betroffenen.

    Aus gegebenem Anlass und der Absicht das TsG in seiner jetzt gültigen Form, durch das BMI abzuschaffen zu lassen, liegt der Fokus jedoch zur Zeit auf der Information was hier auf uns zukommen soll.

    Als selbst Betroffene, mit einem betroffenen Sohn-zu-Tochter Kind, ist es Angst einflößend und lässt mich erschaudern wie ignorant und intolerant, mit Teilen der Bürger hier in unserem Land umgegangen wird.
    Es sind unsere Volksvertreter, die gegen das Grundgesetz und gegen Artikel 3 unserer Verfassung verstoßen, sowie im gleiche Zuge versuchen, einen klaren Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes durch bewusste Falschformulierung in der neuen Fassung des TsG auszuhebeln.

    Danke, dass Ihr daran arbeitet dies klar zu stellen und zu informieren.

  10. Hey Julia.
    Sehr informative Seite.
    Sehr gut gelungen… so richtig zum wohlfühlen!
    ♡lichen Glückwunsch und Danke für Deinen beispielhaften Einsatz!
    Jenny

  11. Liebe Julia,
    endlich… Endlich hat sich jemand ein Herz gefasst und alle Informationen für transsexuelle, transidente und transgender Menschen zum neuen Personenstandsrecht in verständlicher und korrekter Weise zusammengefasst. Keine Bauchgefühle, keine Annahmen, keine Vermutungen – Fakten. Eine gute Hilfestellung für all diejenigen, die das entwürdigende und demütigende Begutachtungsverfahren nach dem Transsexuellengesetz der 1980er Jahre nicht über sich ergehen lassen wollen. Ich wünsche mir, dass diese Seite einen Beitrag dazu liefern wird, dass wir transsexuelle Menschen endlich das zugestanden bekommen, was für die Mehrheit der Menschen selbstverständlich ist: In unserem Geschlecht anerkannt und akzeptiert zu werden. Du, liebe Julia bist eine dieser unermüdlichen Aktivistinnen, die dafür kämpft, dass Artikel 1 unseres Grundgesetzes auch für transsexuelle, transidente und transgender Menschen gilt: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Derzeit gilt Artikel 1 GG für uns noch nicht.
    Vielen Dank für dein Engagement
    Lena

    1. Liebe Lena, liebe Julia,
      Lena, das hast Du ganz hervorragend auf den Punkt gebracht!!! Vielen Dank dafür!!!
      Und Dir Julia, auch von mir an dieser Stelle ein gaaaanz dickes Dankeschön!!!
      Ich habe mich doch sehr allein und verunsichert gefühlt. Du hast mir mit Deiner Seite und den super zusammengestellten Infos wieder Mut gemacht, dass für mich doch noch alles gut werden kann.
      Ich denke, wir sind alle gefragt, für unsere Sache, auch im Hinblick auf zuküntige Trans*Menschen, einzustehen. Und Du liebe Julia, wirfst alles in die Waagschale – Hochachtung!!! und nochmals DANKE!!
      Aiden Pharrell

  12. Hallo Julia, auch von mir ein großes Dankeschön für deine Arbeit. Hoffe es hilft dieses Chaos aufzuklären und denen die diesen Weg gehen möchten. Michelle

  13. Hallo Julia, ein ganz großes Lob an dich. Du hast eine sehr informative Webseite geschaffen, die hoffentlich auch den Zweiflern des Paragraphen 45b des PStG Mut macht, diesen Weg zu gehen. Einige von uns waren Vorreiter, was wir erlebt haben, ist auf deiner Webseite nachzulesen. Deine Webseite ist nicht nur Hilfe, sondern auch ein Werkzeugkasten. LG, Sue

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